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Start Naturschutz und Mobbing Das Naturschutzsyndikat Sicona von 1989 bis 2007 die Anfangsjahren eines neuen Gemeindesyndikat
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die Anfangsjahren eines neuen Gemeindesyndikat
Die ersten Naturschutzprojekte von Sicona
Fernand Schoos Geschäftsführer, Freund und Chef
Sicona von 1994 bis 96
1997 ein neues Projekt bei Sicona
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Die Anfangsjahren eines neuen Gemeindesyndikat

1990**
ersten Arbeiten

Arbeitsbeginn beim Naturschutzsyndikat Sicona.
Am  Januar 1990  trafen sich bei der Gemeinde in Bartringen  drei Menschen, voller Energie, Engagement und Willen.
Es waren dies Pol Wagner den zweiten eingestellten Arbeiter bei Sicona, Fernand Schoos und ich.
Fernand und Pol kannten sich von Vogelberingungsaktionen die sie vor Jahren gemeinsam durchgeführt hatten.
Die Post blieb  weiterhin der Arbeitsgeber von Fernand, da dieser meinte -seine Arbeitskondition (er habe einen sehr ruhigen Posten) und besonders das Gehalt  sei nicht schlecht. Fernand sagte aber dass er bereit sei Stundenweise bei der Organisation von Sicona mitzuhelfen. Wir, das neue Team besaßen zwar einen großen Tatendrang, standen aber vorerst bei null. So besprachen wir zuerst unsere Vorgehensweise und stellten eine Liste auf mit den dringest benötigten Arbeitsgeräten. Wir verfügten weder über eine Unterkunft oder Werkstadt, noch verfügten wir über motorisierte  Transportmittel außer unseren eignen Autos. Januar ist ideale Heckenschneidzeit, und so besorgten wir uns zuerst Motorsägen und Sicherheitskleidungen. Bei Bridel -Leudlange –Clemency und Mamer fanden Tage später unsere ersten Heckenschneidaktionen statt.

Die ersten Arbeitsgeräte.
Den ersten Schlepper borgten wir uns bei einem  Bekannten, einem Biolandwirt aus Petingen aus.
Bei der Regional Westen verfügten wir ja über einen alten kleinen Traktor. Auf diesem kleiner Schlepper bin ich  einige Male gefahren.  Pol hatte keinerlei Erfahrungen mit Schleppern, und so war ich „qualifiziert“, den doch vergleichsweise großen und modernen Traktor von Petingen abzuholen. Mit viel Bammel aber ohne größere Probleme wurde dieses wie viel anderes neues was wir von nun an fast jeden Tag erlebten gemeistert. Auf den ersten eignen Traktor der Sicona anfangs  Mai 90 erhielt, folgte eine Heckenschneidmaschine im Herbst.
Immer mehr Arbeitsgeräte und Maschinen standen uns nun zur Verfügung, die wir provisorisch in einer kleinen Garage (hier passte kein Traktor rein, der musste draußen bleiben) in Bartringen unterbrachten.

Die ersten größeren Heckenschneidarbeiten vom Naturschutzsyndikat Sicona.
Mit  dem neuen Schlepper mit Heckenschneidanbaugerät wurden schon in den ersten Jahren allein entlang von Wegen fast 100 Kilometer Hecken pro Jahr geschnitten. Daneben wurden viele Hecken in  Wiesen und Äcker geschnitten. Aus Umwelt und Naturschutzgründen gab sich Sicona  für das Heckenschneiden  verschieden Kriterien. Ein seitliches schneiden der Hecken sollte verhindern,dass diese in den Weg oder Parzelle hineinwachsen. Daneben gab es die wichtigen Naturverjüngungsschnitte. Dazu gehörte, dass eine Hecke auf den Stock oder in einer gewissen Höhe (meist Zaun) geschnitten wurden. Um diese wichtige, und bei alten Naturhecken erforderliche Pflege Maßnahmen so Natur schonend wie möglich durchzuführen, wurden diese Eingriffe über mehrer Jahre verteilt, dass heißt immer nur Abschnittsweise (maxi 1 Drittel der Hecke) durchgeführt. Hinzu kam dass diese Arbeiten in der Grünzone nur in den Monaten von Oktober, bis einschließlich Februar durchgeführt werden durften. Diese Arbeitsweise fand nicht überall Gefallen. Für die Landwirtschaft waren diese nur Abschnittsweise durchgeführten Arbeiten an den Hecken zu aufwändig. Viel Geduld und Aufklärungsarbeit war von Pol und mir erfordert, um Verständnis für diese Art einer Heckenpflege bei den Landwirten zu erlangen. Auch bei vielen Naturfreunden galt dieses Zurückschneiden von Hecken als
ein Frevel, auch hier waren viele Aufklärungsgespräche zu unseren Arbeiten, besonders entlang von Wegen notwendig. An Arbeitsaufträge mangelte es  nicht, so dass wir zwei Arbeiter schnell
überfordert waren und eine Verstärkung unumgänglich  war. Mit der Motorensäge Dornenhecken wie Schlehe und dergleichen schneiden,
ist alles andere wie eine leichte Arbeit.

Pol WagnerEine Knochenarbeit.
Aus ökologischen Gründen wurde dass gesamte Schneidmaterial bei Sicona gehäckselt. Das erforderte einen enormen Arbeitsaufwand, bei unserem damaligen Häcksler, der nur per Hand bedient  werden konnte.
Das war eine enorm anstrengende Arbeit, alles musste von Hand zum und in den Häcksler geschleift werden.

Bei diesem ziehen und zerren an langen und dicken Hecken, besonders an den Dornenhecken wurden die Händen sehr in Mitleidenschaft gezogen. Auch die besten Handschuhe verhinderten schmerzhaften Begegnungen mit diesen Dornen nicht, und manche „Operation“ musste am Abend zu Hause oder auch sogar beim Arzt verrichtet werden.

Diese Knochenarbeiten durchgeführt bei allen Wetterlagen in oft schwierigem Gelände, hauptsächlich im Winter, fanden nicht immer den Gefallen von allen Gemeindearbeitern die uns manchmal zur Verstärkung zur Verfügung gestellt worden sind.
Es gab einmal eine Szene in einer größeren Gemeinde wo ein Arbeiter den Vorarbeiter sogar anschrie und sagte. . „ Wenn ich heute in diesem Schmutz diese Sauarbeit verrichten muss, dann hole ich mir lieber einen Krankenschein“.

 

Marcel

Eine  Hilfe die richtig zupacken konnte.*
Um den Arbeitsumfang in den Griff zu bekommen fragten wir in Landwirtschaftlichen Kreisen nach Hilfe. So tauchte einmal  ein Landwirt bei unserer Arbeit auf der sich vorstellte als: -Marcel Rettel aus Filsdorf.
Schnell stellte sich heraus, dieser Marcel fürchtet keine Arbeit. Niemals vorher und auch später ist mir ein Mensch begegnet der eine so positive Einstellung zur Arbeit und Natur besaß. Trotz  eines schweren Arbeitsunfall mit der Motorsäge im Wald, wie Marcel uns erzählte, wo er um ein Har ein Bein vielleicht auch sein Leben verloren hätte, besaß  Marcel eine enorme positive Lebenseinstellung.  Marcel erwies sich als ein ruhiger und zurückhaltender Mensch, doch sein Arbeitswille und Freude an der Arbeit war ansteckend. Er führt noch ein Betrieb in Filsdorf, und kam so 2 bis 4 Stunden pro Tag (manchmal sogar auch am Wochenende)  bei uns arbeiten. In der Welt von Marcel war die Arbeit ein Hauptbestandteil,  Ehrlichkeit und Freundlichkeit waren eine Selbstverständlichkeit.Neben dieser Verstärkung durch Marcel, wurde für die Wintermonate auch noch eine Mannschaft von Colabor engagiert. Auch diese verstanden es mit anzupacken, und unsere Arbeit ging etwas besser voran.

 

 



 
 

im Eischtal

im Mamertal

Im Kanton Redingen

in Redingen